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Pflege nach dem Krankenhausaufenthalt: die Checkliste

Stand: Juli 2026 · Lesezeit ca. 4 Minuten

GG Gabriele Gasperi
Diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin · über 10 Jahre mobile Pflege · Profil

Kurz gesagt: Der kritische Moment ist nicht die Entlassung selbst, sondern die Woche davor. Wer das Entlassungsmanagement des Krankenhauses früh anspricht, den Pflegebedarf vorab klärt und den mobilen Dienst vor der Heimkehr kontaktiert, vermeidet die typische Lücke, in der niemand zuständig ist.

1. Entlassungsmanagement früh ansprechen

Österreichische Krankenhäuser haben ein Entlassungsmanagement beziehungsweise einen Sozialdienst. Diese Stelle plant den Übergang nach Hause: Sie informiert über mobile Dienste, Hilfsmittel und Anträge und stellt sicher, dass Befunde und Medikamentenpläne mitgegeben werden.

Sprechen Sie diese Stelle aktiv an, sobald ein Entlassungstermin absehbar ist – warten Sie nicht, bis jemand auf Sie zukommt. Fragen Sie konkret: Was wird zu Hause nötig sein? Wer kann das übernehmen?

2. Den tatsächlichen Bedarf klären

Diese Fragen sollten vor der Entlassung beantwortet sein:

💡 Tipp: Lassen Sie sich den Medikamentenplan schriftlich und aktuell mitgeben und vergleichen Sie ihn mit dem, was vor dem Spitalsaufenthalt eingenommen wurde. Änderungen nach einem Aufenthalt sind häufig – und Missverständnisse dabei ebenso.

3. Mobile Pflege organisieren – vor der Entlassung

Der häufigste Fehler: Die Familie wartet mit der Suche, bis die Person zu Hause ist. Dann vergehen wertvolle Tage. Kontaktieren Sie einen mobilen Pflegedienst bereits, während der Aufenthalt noch läuft – dann kann die Versorgung nahtlos anschließen.

Bei Pflegehafen genügt eine kurze Anfrage mit dem voraussichtlichen Entlassungstermin. Wir melden uns innerhalb eines Werktags und klären, was wir ab wann übernehmen können.

4. Pflegegeld beantragen

Wenn absehbar ist, dass der Pflegebedarf länger als sechs Monate besteht, stellen Sie den Antrag auf Pflegegeld sofort. Es gebührt ab dem Monat nach der Antragstellung – jede Woche Verzögerung kostet bares Geld. Der Antrag kann auch von Angehörigen mit Vollmacht eingebracht werden.

5. Die Wohnung vorbereiten

6. Die ersten Tage begleiten

Die erste Woche zu Hause entscheidet oft darüber, ob die Rückkehr gelingt oder ob es zu einer erneuten Einweisung kommt. Achten Sie besonders auf:

Bei Warnzeichen wie Fieber, zunehmenden Schmerzen oder einer sich verschlechternden Wunde gilt: Lieber einmal zu früh den Hausarzt kontaktieren als einmal zu spät.

Dieser Beitrag ersetzt keine medizinische Beratung. Bei gesundheitlichen Fragen wenden Sie sich an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt; im Notfall wählen Sie 144.

Entlassung steht an?

Wir betreuen Mödling und Umgebung und richten die Versorgung nach Möglichkeit so ein, dass sie ab dem Tag der Heimkehr steht. Anfrage und Erstgespräch sind kostenlos.

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